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Fahrt zum Ort des Nazi-Schreckens

Die Zehntklässler des Warsteiner Gymnasiums besuchten das Konzentrationslager Buchenwald und waren sehr beeindruckt.

Zehner des Gymnasiums Warstein besuchten das KZ Buchenwald / Informative und eindringliche Erlebnisse

Die Erinnerung wach halten, sich informieren und aus den Fehlern der Vergangenheit lernen - diese drei Gesichtspunkte beherzigten kürzlich 42 Schülerinnen und Schüler der Stufe 10 des Gymnasiums Warstein auf ihrer Fahrt zur Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald.

 

Freiwillig hatten sich die 16- und 17-Jährigen für diese Fahrt gemeldet, um den Ort des Schreckens aus der Zeit des Nationalsozialismus selbst zu erleben und sich ein Bild zu machen. Mit dem Bus ging es zum Ettersberg, nahe der Stadt Weimar, wovon 1937 bis 1945 das „Arbeitslager" Buchenwald für Häftlinge des Faschismus seinen Platz hatte.

 

Anfahrt über „Blutstraße"

In den ehemaligen SS-Kasernen, die heute als Jugendbegegnungsstätte jungen Menschen die Gedenkstätte näher bringen sollen, bezogen die Schüler Quartier. Der erste Eindruck, als der Bus über die sogenannte „Blutstraße" fuhr, den Berg hinauf zur Gedenkstätte, auf der früher die Häftlinge zum Lager gehetzt wurden, war für viele schon erschreckend und es herrschte schlagartig eine gedrückte Stimmung. Auch löste die erste Konfrontation mit dem Gelände Erstaunen aus, da viele sich die Größe und Dimension gar nicht hatten vorstellen können.

 

Nach der Ankunft fand zunächst eine Vorstellungsrunde statt, wobei jeder seine Gründe für den Besuch der Gedenkstätte angeben sollte. Anschließend folgte ein kurzer Einführungsfilm, der grundlegend über das ehemalige Konzentrationslager informierte. Dann ging es zum Rundgang ins Gelände der Stätte. Vorab hatten alle Schüler in Kleingruppen zu einem ihnen zugeteilten Thema ein Kurzreferat vorbereitet, das sie an den jeweiligen Orten des ehemaligen Lagers vortrugen. Um einen Überblick über das weitläufige Gelände zu erlangen, erläuterte der Betreuer Ronald Hirte in der ehemaligen Kommandantur der SS mithilfe einer dreidimensionalen Abbildung die einzelnen Plätze, wie den „Carachoweg", das Lagertor oder das Krematorium. Trotz der andächtigen Atmosphäre und des Respekts vor dem Ort kam die Heiterkeit nicht zu kurz und am Abend schauten Schüler und Lehrer gemeinsam das WM-Spiel der DFB-Elf gegen Spanien.

 

Gruppen hielten Referate

 

Der Donnerstagmorgen wurde für eine Begehung des Geländes genutzt, am Nachmittag arbeiteten die Gruppen selbstständig an ihren Referaten. Der Abend diente zur Aussprache und Problemlösung, bis die Schüler den Rest des Tages frei hatten. Am Freitag trugen die Kleingruppen ihre Ergebnisse vor, wobei man merkte, wie viel mehr die Schüler in den vergangenen Tagen gelernt hatten.

 

Als gemeinsamer Abschluss versammelten sich alle um die Gedenkplatte auf dem Appellplatz, in der alle in Buchenwald inhaftierten Nationen eingraviert sind. Alle Schüler waren zufrieden mit der Fahrt und ihren Erfahrungen. „Ich denke, ihr werdet diese Fahrt auch der nächsten Generation empfehlen!", sagte Geschichtslehrerin Cornelia Brandt.

 

Gruppenbild Vergrößerung


Samstag, 7. August 2010

Von: Anna Schulte, Stufe 11, WP/WR 5.8.2010





 

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