„Musique“ klingt wie „Musik“
„France Mobil“ für drei Stunden zu Gast am Warsteiner Gymnasium
Fünftklässlern hat es gefallen: „Es war interessant und lustig“
Restaurant, Baguette und Bonbon – dass unser Alltag immer wieder von französischen Wörtern geprägt ist, merkten am Mittwoch die Fünftklässler des Warsteiner Gymnasiums. Für drei Stunden war das „France Mobil“, eine Einrichtung des Institut Français, zu Gast am Gymnasium. In ganz Deutschland reisen junge Franzosen im Rahmen dieser Aktion durch verschiedene Schulen, um den Schülern die französische Sprache näher zu bringen.
Den Fünftklässlern des Gymnasiums, die bald vor der Wahl zwischen Latein und Französisch stehen, brachte Marjorie Chenevrel spielerisch einige französische Wörter und Redewendungen bei.
Nachdem die Kinder durch das altbekannte Spiel „Galgenmännchen“ den Namen ihrer Lehrerin und somit auch die französischen Buchstaben kennen gelernt hatten, fingen sie gleich mit ganzen Sätzen an.
Nach etwas holprigen Anfängen schafften es schließlich alle, ihren Namen, ihr Alter, den Wohnort sowie das Lieblingsessen in der fremden Sprache zu benennen.
Dass Französisch eine Sprache ist, die beinahe überall in der Welt gesprochen wird, zeigte sich auf einer Karte aller französischsprachigen Ländern. Dass in Belgien, Frankreich und der Schweiz französisch gesprochen wird, war den Kindern klar. Überraschend war dann aber, dass zum Beispiel auch Madagaskar, Marokko und die Elfenbeinküste auf der Karte eingezeichnet waren.
Genauso erstaunt waren die Schüler dann auch, dass sie schon so einige französische Wörter kennen und diese auch oft benutzen. Gemeinsam ging die Gruppe alle Schulfächer durch und stellte fest, dass sich „musique“ und „Musik“ oder „mathématique“ und „Mathematik“ kaum unterscheiden. Auch französische Begriffe wie „Portemonnaie“, „Croissant“ und „Garage“ waren den Kindern natürlich nicht unbekannt.
In einem kleinen Wettbewerb mussten die Kinder schließlich so viele dieser „durchsichtigen Wörter“, die sofort vom Französischen auf das Deutsche schließen lassen, wie möglich aus verschiedenen Zeitschriften heraussuchen. Schnell füllten sich dabei die Zettel der Schüler, die ein Wort nach dem anderen fanden. Die Gewinner-Gruppe, die am Ende 32 der „durchsichtigen Wörter“ fand, bekam sogar einen kleinen Preis.
„Es war interessant und lustig“, erzählen Josephine Stracke und Doreen Burtzlaff am Ende ihrer ersten französischen Unterrichtsstunde. „Wir haben sogar ein paar französische Wörter behalten. Was wir nächstes Jahr wählen, wissen wir aber immer noch nicht.“












