Aktionen gegen Rassismus laufen in diesem Jahr an
Eine politisch engagierte Schülerschaft - das ist ein Ziel von Schülersprecher Daniel Castillo Duran (18 Jahre) und seiner Stellvertreterin Monique Höber (17 Jahre) am Gymnasium Warstein. Sie wurden befragt von Laura Mock.
FRAGE: Eine politisch engagierte Schülerschaft - was genau meint ihr damit?
DANIEL CASTILLO DURAN: Wir wollten eine Basisdemokratie einführen - seit der letzten Wahl werden der Schülersprecher und sein Vertreter daher nicht mehr in der Schülerratssitzung von den Vertretern gewählt, die Schüler selbst stimmen bei einer geheimen Wahl ab - jeder einzelne. Außerdem haben wir in der SV (Schülervertretung) das Projekt „Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" auf den Weg gebracht. Aufklärung und Aktionen gegen Rassismus stehen dabei im Vordergrund. Die Vorbereitungen dafür sind in vollem Gange, noch in diesem Jahr wird das Projekt anlaufen.
FRAGE: Welche Aufgaben habt ihr als Schülersprecher außerdem?
DANIEL CASTILLO DURAN: Wir organisieren Veranstaltungen wie zum Beispiel Sportturniere - im Prinzip gestalten wir ganzjährig das Rahmenprogramm für die Schüler. Zu unseren Aufgaben gehört es aber auch, am Tag der offenen Tür Kuchen zu verkaufen, damit Geld in die SV-Kasse kommt. Einen Teil des Geldes spenden wir am Ende des Schuljahres für einen wohltätigen Zweck. Wir arbeiten aber selten allein, wir arbeiten zusammen mit der SV.
MONIQUE HÖBER: Natürlich stehen wir als Schülersprecher auch immer im Kontakt mit Lehren und Schülern - wir sind ja sozusagen das Bindeglied, das versucht, zu vermitteln.
FRAGE: Kommt es denn häufig vor, dass die Schülersprecher vermitteln müssen?
MONIQUE HÖBER: Nein, eigentlich nicht. An der Schule sind alle bemüht, dass ein gutes Klima herrscht und das funktioniert auch ganz gut.
FRAGE: Gibt es noch weitere Pläne für dieses Schuljahr?
DANIEL CASTtLLO DURAN: Das Projekt gegen Rassismus ist uns wichtig, das möchten wir auf jeden Fall weiter voranbringen. Außerdem haben wir im Laufe unserer Arbeit einen Fokus auf die Öffentlichkeitsarbeit gelegt - dazu gehören der Internetauftritt oder die Arbeit mit der Presse. Auch das möchten wir noch weiter ausbauen.
FRAGE: Das bedeutet, dass ihr einen Teil eurer Freizeit opfert...
DANIEL CASTILLO DURAN: Ja, aber so viel Zeit ist das gar nicht. Ich möchte etwas verändern, deshalb engagiere ich mich. Und wenn man etwas verändern kann, fühlt man sich automatisch wohler.
MONIOUE HÖBER: Mir geht das genauso. Ich engagiere mich auch außerschulisch - in der Kirche - und mache das wirklich gern. Wenn man weiß, dass man helfen kann, ist das schon ein gutes Gefühl. Außerdem kann ich so meine Ideen verwirklichen.
Frage: Jetzt ist Wunschdenken angesagt: Wenn Geld keine Rolle spielen würde, was könnte die Schule gut gebrachen?
MONIOUE HÖBER: Eine schönere Inneneinrichtung. Wenn man den größten Teil seines Tages in der Schule verbringt, möchte man sich ja auch wohl fühlen. Zusammen mit den Lehrern streichen einige Klassen ihre Klassenräume selbst, um es sich schöner zu machen.












