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Kennenlernen chilenischer Kultur und Lebensweise eine echte Bereicherung

Julia Menke blogged aus Chile.

Nach 16 Stunden Flug mit Zwischenlandung in Madrid landeten Miriam, Melanie, Leonie und ich endlich am Flughafen von Santiago. Kaum aus dem Flugzeug gestiegen wurden wir auch sofort von der Hitze erschlagen. Der erste Eindruck von der Landschaft war überwältigend. Dann ging es weiter, bis wir endlich zusammen mit unserem Gepäck auf unsere Gastfamilien warteten.

 

Nachdem wir uns alle mit Kuss auf die Wange, wie es in Chile üblich ist, begrüßt hatten, trennten sich auch schon unsere Wege. Für mich ging es nach Quilicura, einen Stadtteil von Santiago. Dort angekommen wurde mir schnell das Haus gezeigt und dann hieß es auch schon Koffer auspacken und ein paar Sachen für eine Woche Camping in eine Reisetasche packen. Schließlich machten wir uns auf den Weg (12 Stunden Fahrt mit dem Auto) in den Süden Chiles zum Lago Ranco.

 

Am Lago Ranco verbrachte ich 4 wunderschöne sonnige Tage, an denen wir meistens im See schwimmen waren und am Strand lagen. Aber auch Sight Seeing stand auf dem Programm. Danach ging es weiter, diesmal wieder nach Norden, wo wir für 3 Tage in Valdivia waren und uns die Stadt und die Umgebung anschauten.

Und dann stand auch wieder die 12-stündige Autofahrt nach Santiago an. Auf dem Weg nach Santiago machten wir in Salto El Laja Halt und besuchten die Wasserfälle.

 

Nach der einwöchigen Reise verbrachte ich endlich meine erste richtige Nacht in Santiago. Darauf folgten ein Besuch einer Shopping Mall, wo ich die Freunde meiner Austauschpartnerin kennenlernte. Die Chilenen sind ein ziemlich lustiges Volk und sehr lebensfroh, so kam auch keine Langeweile auf. Am Mittwoch war dann erstmal Ausspannen am eigenen Pool angesagt.

Freitag gingen wir zum Cerro San Cristóbal, wo wir uns die Statue der Jungfrau Maria anguckten.

 

Am Wochenende hatte ich dann endlich die Gelegenheit Leonie und Miriam wieder zu sehen und 2 Tage mit ihnen zu verbringen, an denen wir uns in Valparaíso und Viña del Mar aufhielten.

 

Kaum in Santiago zurück packte ich schon wieder meine Sachen und es ging in die Nähe von Viña del Mar, wo wir ein Ferienhaus bezogen. Einen Tag später kamen auch Miriam und Leonie mit ihren Ansprechpartnerinnen und wir verbrachten die Woche zusammen und besuchten viele typisch chilenische Märkte und badeten im Pazifik.

 

Chile ist ein Land mit den verschiedensten Landschaften. Im Sommer flüchten die meisten Familien in den kühleren Süden, da es in Santiago fast jeden Tag 30 Grad oder mehr sind. Chile kann man kaum mit Deutschland vergleichen. Auf den Autobahnen z.B. findet man auch manchmal eine Kutsche oder auf dem Seitenstreifen parken Autos.

 

Für mich ist diese Reise eine große Bereicherung, durch die ich eine ganz neue Kultur und eine andere Lebensweise kennengelernt habe aber auch eine Reise durch die ich gelernt habe, dass man das Leben in Deutschland schätzen sollte. Denn auch in Chile gibt es viele Schattenseiten und nicht nur wunderschöne Landschaften und moderne Einkaufszentren.

 


Montag, 9. Februar 2009

Von: Julia Menke





 

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