"Apfelkampagne" wird fortgesetzt - bereits 140 kg in der ersten Woche verkauft
"help - work together"
Andreas Kreggenwinkel von der Tuum-AG unserer Schule erläutert, worum es geht.
Man kann den Eindruck haben, die Welt ist aus den Fugen geraten. Von den zur Zeit. ca. 6.7 Milliarden Menschen auf diesem Planeten besitzen 360 Menschen ca. die Hälfte des Geldes. Weiteren neun Prozent der Menschheit geht's auch noch ziemlich gut. Zusammen mit den genannten Milliardären besitzen sie insgesamt 85 Prozent des Weltreichtums. Die verbleibenden 15 Prozent des Wohlstands teilen sich dann die "restlichen" 90 Prozent aller Menschen. Und auch da gibt's wieder gravierende Unterschiede.
Die Hälfte der Weltbevölkerung (rund 3.3 Mrd) muss mit knapp 2 US$ pro Tag auskommen. Das reicht nur für ein Leben in menschenunwürdiger Armut. 100.000 Menschen sterben täglich an Hunger bzw. an den Folgen des Hungers. Milliarden Menschen leben am Rande des Existenzminimums. Die meisten überstehen diesen harten Existenzkampf nicht lange, sie sterben früh, arm, krank, elend. Und sie hinterlassen meist Nachkommen, denen kein anderer Weg offen ist als auch wieder dieser verhängnisvolle. So wächst auf der einen Seite der Reichtum und Überfluss immer mehr an - und auf der anderen Seite vergrößern sich Armut, Hunger, Krankheiten, Leid. Und das alles spielt sich auf ein und derselben Erde ab und betrifft ein und dieselbe Art: den homo sapiens sapiens, den "vernünftigen Menschen". Aber ist das wirklich "vernünftig"? Nein - ist es nicht.
Wir wollen etwas ändern!
Vernünftig wäre es, diese Situation zu hinterfragen und etwas an ihr zu ändern. Doch wie kann ein einzelner Mensch das schaffen? In dieser globalisierten Welt, kommt sich der oder die Einzelne doch manchmal sehr machtlos vor. Doch daran wollen und können wir etwas ändern! Und zwar nicht nur - wie an dieser Stelle - mit dem Kauf eines Apfels, sondern mit dem bewussten Verzicht auf überflüssige Dinge, dessen Herstellung unseren Planeten gefährdet. Wir können uns beispielsweise von den Einflüssen der Modeindustrie freimachen, indem wir aufhörten, die von ihnen suggerierten Schönheitsideale verkörpern zu wollen und Dinge zu kaufen, die wir doch gar nicht brauchen, die jedoch das Leiden so vieler Menschen zu verantworten haben. So verbraucht beispielsweise die Herstellung eines einfachen T-Shirts ca. 2000 l Wasser - und das in einem Land, in dem Menschen verdursten.
Und wir sollten bei uns selbst anfangen.
Wir sollten uns also öfter fragen, was wir da überhaupt kaufen - und warum wir es tun, denn ein Mensch definiert sich schließlich durch mehr, als nur durch seine Besitztümer. Wer weiß denn schon, wo seine Hose produziert wurde, oder warum er oder sie zehn davon braucht? Einen Apfel aus Italien extra nach Deutschland zu transportieren, obwohl in Deutschland genug Äpfel wachsen, die nicht extra dorthin transportiert werden müssten, sei unsinnig? -dann wehrt euch gegen diese Unsinnigkeit und kauft Produkte aus eurer Region. Beginnt mit diesem Apfel. Denkt global und handelt lokal!










