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„Glücksfall Europa ist keine Selbstverständlichkeit"

Kundgebung am Europa-Gymnasium: Mehr als 600 Ballons stiegen in den Himmel

„Wir begehen heute mit vielen anderen Schulen den Europatag – weil wir dieses gemeinsame Europa für einen Glücksfall halten“, richtete Schulleiter Bernd Belecke gestern morgen das Wort an seine Schülerinnen und Schüler des Europa-Gymnasiums.

Diese hatten sich anlässlich des EU-Projekttages auf dem Schulhof versammelt und ließen mehr als 600 europablaue Heliumballone in den Himmel steigen, während Belecke eine neue Europa-Flagge auf dem Dach des Gymnasiums hisste. Die alte Flagge, die seit November auf dem Dach der Schule geweht und die europäische Verbundenheit symbolisiert hatte, war inzwischen verschlissen. Belecke sah dies auch als Symbol für Europa: „Die Flagge verbleicht recht schnell, franst aus und ist immer starkem Wind ausgesetzt – gleiches beobachten wir auch hinsichtlich der EU: Die gemeinsamen Werte wie die Wahrung der Menschenrechte und die Demokratie sowie Uneinigkeiten bezüglich der Aufnahme von Flüchtlingen oder Einschränkungen der Pressefreiheit und des Rechtsstaates und neuaufkommender Nationalsozialismus sind derzeit große Themen, die Europa konfrontieren.“ Deshalb bilanzierte er: „Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass uns dieser Glücksfall Europa erhalten bleibt. Dieses Europa will gepflegt werden – und wir müssen uns dafür einsetzen.“

Genau das taten die Schüler gestern mit ihrer Kundgebung auf dem Schulhof: Gesponsert von der Sparkasse, hatten die Klassen 9c und 9d mit Hilfe der Lehrer Jan Harlaß, Sven Könsgen und Lea Ruhl 650 Europa-Ballone mit Helium gefüllt, an denen die Mädchen und Jungen Postkarten befestigten, auf die sie geschrieben hatten, warum sie selbst „auf Europa fliegen“: Auf zahlreichen Karten stand, dass Europa ein Leben in Frieden sowie länderübergreifende Freundschaften ermögliche, wozu Belecke kommentierte: „Damit habt ihr Recht – jedoch war Frieden in Europa nicht immer selbstverständlich. Unsere Austauschprogramme mit Frankreich und Finnland zeigen, dass europaweite Freundschaften heute sehr gut funktionieren.“ „Als ich 1979 Abitur gemacht habe, war Europa noch in zwei Hälften geteilt“, erinnerte auch der aus Brüsseler Gast Jochen Richter, Übersetzer im EU-Parlament, daran, dass die heutige EU nicht selbstverständlich sei und Einsatz fordere.

Nachdem die Schulband Edutain mit Sängerin Malgosia Waligora für einen fetzigen Einstieg in die Kundgebungsaktion auf dem Schulhof gesorgt hatte, stimmten die Bläserklassen der Stufen 5 und 6 mit der Europamelodie, Beethovens neunter Sinfonie, auf die Kundgebung ein, bevor Jan Harlaß einen Countdown anzählte und alle Ballone gemeinsam in den Himmel aufstiegen – während der Schulleiter zeitgleich eine generalüberholte Flagge auf dem Dach hisste, symbolisch für die Hoffnung auf ein neu gestaltetes, restauriertes Europa. Für die Neuntklässler folgte anschließend noch eine Diskussionsrunde, in der sie mit dem Brüsseler Gast Jochen Richter über Zukunftsperspektiven der EU und den Gesetzgebungsprozess sprachen.

Zu den Bildern vom "Europatag an Schulen"


Samstag, 5. Mai 2018
Von: J. Frenz, WA, 5.5.2018



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