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Gymnasium Warstein führt durch Mädchen- und Jungenwelten

Die neunte Stufe des Gymnasiums durchläuft derzeit das Projekt Mädchenwelten/ Jungenwelten.

Schulprojekt soll Persönlichkeit der Jugendlichen stärken. Wie sich die Jugendlichen trotz getrennter Räumlichkeiten anonym austauschen.

Isomatten in den Zimmerecken, Hausschuhe aufgereiht an der Eingangstür. Ein paar Jogginghosen huschen vorbei, links wird gekichert, rechts getobt: Ganz normal sind die Unterrichtsmaterialien nicht, die die Stufe neun des Gymnasiums Warstein in dieser „Schul“-Woche benötigt.

m Paulushaus und im Jugendtreff in der alten Liobaschule haben sich je 54 Mädchen und 44 Jungs häuslich eingerichtet, stellen sich vier Tage lang ihren Herzenswünschen und tiefsten Ängsten, diskutieren im Austausch miteinander Themen rund um Freundschaft und Sexualität. Und das abseits von ernster Unterrichts-Atmosphäre.

Fremdwahrnehmung kommunizieren

„Der Gruppenzusammenhalt hat sich bei uns schon unglaublich entwickelt. Das wird uns ein bisschen fehlen, wenn die Woche vorbei ist.“ Nina (14) und Charlotte (15) lächeln in Richtung des Pulks ihrer Mitschülerinnen.
Zum ersten Mal sind die vier Klassen der Stufe neun im Rahmen des „Mädchenwelten – Jungenwelten“-Projekts untereinander gemischt. Bereits bestehenden Freundschaften von einer ganz neuen Seite kennen.

Nicht mehr hinter der Schulbank verstecken

Die Jungenwelten finden in der alten Lioba-Schule statt. Die Jungenwelten finden in der alten Lioba-Schule statt. „Bei vielen praktischen Übungen geht es darum, Selbst- und Fremdwahrnehmung der Schüler miteinander abzugleichen. Da gehört schon einiges dazu, sich so zu öffnen“, hält Miriam Degenhardt als eine der betreuenden Lehrkräfte die Kommunikation untereinander für besonders wichtig. Männer- und Frauensprache, das Idealbild der jeweiligen Geschlechter, was mag ich an mir, was nicht? Das sind nur einige der Themen, denen sich die Jugendlichen gewidmet haben.

Und das mit den unterschiedlichsten Methoden: Am Dienstag etwa malten die Schüler die Umrisse ihrer Körper auf Tapeten, markierten dann in unterschiedlichen Farben, mit welchen Körperteilen sie zufrieden sind und mit welchen weniger. Die jungen Frauen und Männer sollen sich dadurch selbst besser kennenlernen. Keine Chance mehr, sich hinter der Schulbank zu verstecken.

Projektwoche zum 21. Mal

Ohne Spuren gehe die Projektwoche auch an den Lehrern nicht vorbei. „Man sieht die Schüler immer durch eine bestimmte Brille“, so Lehrer Claus Finger, „daher ist es gut, dass auch Externe von Jugendamt und -treff dabei sind. Die können dann aus beratender und psychologischer Sicht mit den Jugendlichen sprechen.“
Diese Zusammenarbeit habe sich inzwischen genauso bewährt wie das Projekt selbst – die 21. Auflage ist es bereits in diesem Jahr.

Verständnis füreinander aufbringen

Auch im Unterricht sehe man als Lehrer die Schüler nachher mit ganz anderen Augen, könne sich besser in sie hineinversetzen. „Und die Schüler merken, dass wir auch nur Menschen sind“, lacht Lehrerin Barbara Marx. Schließlich hätten viele Schüler erst zweimal hingeguckt, als die Lehrkräfte am ersten Tag mit gemütlichen Anziehsachen erschienen seien. Und Lehrerin Dagmar Wiethoff ergänzt: „Wenn wir dann auch aus unserem privaten Leben erzählen, ist es wirklich mucksmäuschenstill.“

Nicht nur das Schüler-Lehrer-Verhältnis werde gestärkt, auch das zwischen Mädchen und Jungen des Jahrgangs. Ein Höhepunkt für viele Schüler: Der Austausch von Briefen, die jedes Mädchen an alle Jungs, jeder Junge an alle Mädchen adressiert hat. Freudige Überraschungen „Wir haben da Sachen reingeschrieben, die wir uns sonst nicht getraut hätten zu sagen“, berichtet eine Jungsgruppe. Und freudig überrascht zeigten sie sich auch: „Die Mädchen waren ganz schön nett zu uns in den Briefen.“

 

Die Be­treu­er­teams

Jun­gen­wel­ten: Claus Fin­ger, Ste­fan Rheims, An­dre­as Bur­ger und Marc Heß­ling (Leh­rer) sowie Mark Risse (Ju­gend­amt) und An­dre­as Plotz (Ca­ri­tas).

Mäd­chen­wel­ten: Dag­mar Wiet­hoff, Bar­ba­ra Marx und Mi­ri­am De­gen­hardt (Leh­rer) sowie Jana Fri­cke, Julia Maier, Olga Trop­mann, Laura Miese und Loana Huh­nen-Ve­nedey (Ju­gend­ar­beit).


Donnerstag, 8. Februar 2018
Von: Elisa Sobkowiak, WP, 8.2.17



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