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„Müssen über Tellerrand des nationalen Gedenkens schauen“

Ehrenmal am Marktplatz um Gedenktafel für ermordete Zwangsarbeiter erweitert

95 Jahre lang gibt es ihn bereits, den Volkstrauertag in Deutschland. 1922 wurde der Gedenktag ausgerufen, nach der „Urkatastrophe“ des Ersten Weltkriegs, wie es Pastor Markus Gudermann im feierlichen Volkstrauertagsgottesdienst in der vollbesetzten Warsteiner St. Pankratiuskirche ausdrückte.

Mit der kommunalen Neuordnung wurde in der Stadt Warstein eine zentrale Feier wechselnd in den Ortschaften eingeführt. Der traditionelle Ablauf hatte gestern in der Kernstadt eine Besonderheit: die Niederlegung einer Gedenktafel für ermordete Zwangsarbeiter. „Wir dürfen das Gedenken nicht auf die Toten unseres Landes beschränken“, sagte Gregor Dolle als stellvertretender Bürgermeister in seiner Ansprache. „Wir müssen auch über den Tellerrand des nationalen Gedenkens schauen.“
Ortsvorsteher Dietmar Lange verwies auf das dunkle Kapitel der 1945 ermordeten Zwangsarbeiter. „Wir wollen uns dieses Ereignis wachhalten“, sagte er. Dies solle mit der Niederlegung der Gedenktafel geschehen. Sie werde ihren Platz am Marktplatz direkt beim Ehrenmal finden. Lange dankte all jenen, die sich dafür eingesetzt hatten, besonders der Bürgerstiftung, die die Finanzierung übernommen hatte. Deren Vorsitzender Volker Simon legte mit Bernd Schauten, Jürgen Kösters und Gerd Flaig Hand an, um die Tafel am Ehrenmal zu platzieren.

Applaus gab es, als die Kinder der Liobaschule und der Grimmeschule sowie vier Schülerinnen des Gymnasiums mit kurzen Beiträgen Nachdenklichkeit hervorrieben. Die Liobaschüler sangen Nenas „99 Luftballons“, das - am Ende des Kalten Krieges geschrieben - eine Mahnung gegen den Krieg als Ende der menschlichen Zivilisation ist. Die Grimmeschüler machten sichbar, wie einzelne Lichter am Ende zu vielen Lichtern werden und in der Lage sind, die Welt zu erleuchten. „Leuchtet es nicht wunderschön?“, endeten sie. Die Schülerinnen des Gymnasiums trugen Gedanken zu Frieden und Versöhnung vor.

Begonnen hatte die zentrale Feier mit dem Einzug von 29 Fahnenabordnung in die Kirche. Sie führten auch den Zug an, der sich nach dem Gottesdienst von der Dieplohstraße aus zum Ehrenmal an der Kirche in Bewegung setzte – aus Anlass des Jubiläums diesmal unter Führung der St. Sebastianus- Junggesellenschützen, wie Dietmar Lange in seinen Dankesworten betonte. Die Stadtkapelle sorgte in der Kirche sowie am Ehrenmal für die musikalische Begleitung, ebenso wie der Männergesangverein 1858, bei dem Organist Heinz-Helmut Schulte, der den Gottesdienst ebenfalls musikalisch bereichert hatte, dirigierte. Der Festakt endete mit dem Singen der Nationalhymne.


Samstag, 25. November 2017
Von: R. Großelohmann, WA



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